Weiterbildung
Wissenstransfer & Weiterbildung im Bereich nachhaltiger Batterietechnik (WiNBat)
Was?
- Praxisnaher, kostenfreier Zertifikatskurs für Fachkräfte
- 5 Module zu Batterietechnologien (2 Grundlagenmodule + Wahl zweier Vertiefungen)
- Innovation & Netzwerk zwischen Wirtschaft und Wissenschaft
Für wen?
- Fachkräfte in bayerischen KMU
- aus Natur- und Ingenieurwissenschaften
- Arbeit entlang der Batteriewertschöpfungskette
- Interesse an Batterietechnologie und Energiespeichern
Wann?
- drei Fortbildungsdurchführungen à 4 Präsenztage in Bayreuth
- zwischen 2026 und 2028
Förderung: Europäischer Sozialfonds Plus in Bayern
Laufzeit: 12/2025 bis 11/2028
Projektpartner:
- Bayerisches Zentrum für Batterietechnik (BayBatt)
- Lehrstuhl Elektrische Energiesysteme (EES)
- Lehrstuhl Elektrochemie (iPECLab)
- Zentrum für Hochschullehre (ZHL)
Kontakt:
- Projektkoordinator: Tilo Held, M.Sc.
- winbat@uni-bayreuth.de
- + 49 (0) 921 55 7008
Beschreibung des Projekts:
WiNBat ist ein praxisnaher, kostenfreier Zertifikatskurs der Universität Bayreuth, der Fachkräfte aus bayerischen kleinen und mittleren Unternehmen gezielt auf die Herausforderungen der Batterietechnik vorbereitet. Das Angebot richtet sich an Mitarbeitende mit natur- oder ingenieurwissenschaftlichem Hintergrund, die entlang der Batteriewertschöpfungskette tätig sind und ihr Wissen in diesem Zukunftsfeld systematisch ausbauen möchten.
Das Programm umfasst fünf Module, von denen jedes einem Präsenztag in Bayreuth entspricht. Zwei Grundlagenmodule sind für alle Teilnehmenden verpflichtend; darüber hinaus können individuell zwei Vertiefungsmodule frei gewählt werden. Ergänzt wird das Programm durch Netzwerktreffen, die den firmenübergreifenden Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft fördern.
Der Kurs wird insgesamt dreimal durchgeführt, jeweils mit vier Präsenztagen in Bayreuth: erstmals im Herbst 2026, dann im Frühjahr 2027 sowie erneut im Frühjahr 2028. Bayreuth liegt zentral in Oberfranken und ist für Unternehmen aus ganz Bayern gut erreichbar.
Die Module im Detail:
- Modul 1 - Chemische Grundlagen zu BatterienEinklappen
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In diesem Modul erarbeiten die Teilnehmenden die chemischen Grundlagen elektrochemischer Energiespeicher. Sie analysieren Aufbau und Funktionsweise von Batterien und leiten das Zellpotenzial aus Materialeigenschaften ab. Zudem unterscheiden sie Primär- und Sekundärbatterien sowie Lithium-Ionen-Batterien und ordnen zentrale Kenngrößen ein.
Darüber hinaus beschreiben sie Ladungstransport sowie Lade- und Entladeprozesse an den Elektroden und vergleichen Eigenschaften von Elektroden- und Elektrolyt-Materialien kommerzieller Batteriechemien, um deren Einfluss auf Zellverhalten und typische Anwendungen einzuordnen. - Modul 2 - Grundlagen der BatterietechnikEinklappen
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In diesem Modul analysieren die Teilnehmenden die technischen Grundlagen moderner Batterien. Sie vergleichen Zellformate, Verschaltungen sowie Kenn- und Zustandsgrößen und untersuchen deren Einfluss auf Betrieb, Ladeverfahren, Stressfaktoren und Sicherheit.
Darüber hinaus wenden sie grundlegende Methoden der Charakterisierung und Modellierung an, bewerten deren Eignung für praxisnahe Fragestellungen und entwerfen geeignete Modelle zur Beschreibung des Batterieverhaltens. - Modul 3 - Neue TechnologienEinklappen
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Das Modul vermittelt einen Überblick über Post-Lithium-Batterietechnologien und deren Abgrenzung zu klassischen Lithium-Ionen-Batterien. Behandelt werden alternative Zellkonzepte wie Festkörperbatterien, sowie zentrale Elektrolytklassen und deren Eigenschaften.
Anhand von Lithiummetall-, Natrium-, Silizium- und Lithium-Schwefel-Systemen werden Funktions-prinzipien, Materialien, Anwendungspotenziale und Grenzen verglichen. Die Teilnehmenden lernen, Batterietechnologien einzuordnen und ihre Einsatzmöglichkeiten fachlich zu bewerten. - Modul 4 - BatteriesystemtechnikEinklappen
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In diesem Modul analysieren die Teilnehmenden den Aufbau, die Komponenten und die Topologien von Batteriesystemen. Sie vergleichen Kenn- und Zustandsgrößen auf Zell- und Systemebene und untersuchen deren Einfluss auf Betriebsstrategien wie Laderegelung, Thermomanagement und Fehlerdetektion. Darüber hinaus wenden sie grundlegende Funktionen des Batteriemanagements an, beurteilen funktionale und sicherheitsrelevante Anforderungen und entwerfen ein Batteriesystem für eine praxisnahe Anwendung.
- Modul 5 - Produktion und WertschöpfungEinklappen
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In diesem Modul analysieren die Teilnehmenden die Wertschöpfungskette der Batteriefertigung – von der Rohstoffgewinnung über die Elektrodenfertigung bis zur Zellproduktion. Sie ordnen zentrale Prozessschritte und Verfahren den einzelnen Fertigungsstufen zu und bewerten Scale-Up-Effekte sowie Anforderungen an die Skalierung. Darüber hinaus setzen sie sich mit Rohstoffherkunft, Ökobilanzen und Kriterien der Materialauswahl auseinander. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Kreislaufwirtschaft und Recycling: Die Teilnehmenden vergleichen R-Strategien, ordnen gängige Recyclingpfade ein und bewerten sicherheitsrelevante Anforderungen im Umgang mit Batteriesystemen. Abschließend leiten sie Ansätze des Design for Recycling und Design for Disassembly ab.
WiNBat ist ein vom Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) gefördertes Projekt und läuft von Dezember 2025 bis November 2028. Beteiligt sind das Bayerische Zentrum für Batterietechnik (BayBatt), der Lehrstuhl Elektrische Energiesysteme (EES), der Lehrstuhl Elektrochemie (iPECLab) sowie das Zentrum für Hochschullehre (ZHL) der Universität Bayreuth.
Interessiert? Wir begleiten Sie gerne auf dem Weg in die Batterietechnik. Alle Informationen zur Anmeldung sowie aktuelle Termine finden Sie demnächst hier auf unserer Website.
Bei Fragen oder Interessensbekundung steht Ihnen Projektkoordinator Tilo Held, jederzeit zur Verfügung (per E-Mail unter winbat@uni-bayreuth.de oder telefonisch unter +49 (0) 921 55-7008).